Mein LK Samyang AF 24-60mm f/2.8 FE ist da.

Hallo zusammen.

DHL hat glücklicherweise Wort gehalten und brachte mir heute mein Samyang 24-60mm von Foto Köster. Auch Köster dabei mein Dank für die sehr schnelle Zusendung. 

Entgegen den sehr kompakten, weißen Kartons von Tamron, kam es in einem großen, schwarzen Karton. Es gibt keine Siegel oder sonstige Hindernisse, der Deckel ist einfach übergeklappt, magnetisch gehalten und kann einfach so aufgeklappt werden. Irgendwie edel. Das Objektiv in seiner Klarsichttüte, wird in sehr stabilem Schaumstoffmaterial gehalten und von einer ausführlichen und mehrsprachigen Anleitung und einem Blatt mit QR-Code zu vierjähriger Garantieverlängerung bedeckt. Man bekommt also, wie auch bei Tamron, insgesamt ganze 5 Jahre Garantie nach Registrierung, die bitte innerhalb zwei Wochen nach Erhalt gemacht werden soll.

Das Objektiv macht einen ausgesprochen wertigen Eindruck. Die Materialien gefallen durchweg. Vom Kunststoff des Body, über die Gummierung der beiden Ringe, bis zu den Deckeln und der Geli ist alles sehr gut verarbeitet und scheint aus sehr guten Kunststoffen gefertigt zu sein. Über die Deckel hatte ich irgendwo anderes gelesen, aber das ist Schwachsinn, die sind genau so wie bei Sony, Lumix oder Nikon. Ich habe wirklich keine Ahnung was so ein substanzloses Gelaber soll. 

Der Zoomring geht leicht gedämpft und total spielfrei. Wenn ich schreibe leicht, meine ich, daß er mir fast zu leicht geht. Aber nur fast, jedenfalls leichter als beim Tamron 28-75mm. Aber das hat schon was, das fühlt sich sehr gut an. Er macht allerdings ein leichtes Geräusch dabei, was Filmern evtl. nicht passen könnte. Mir als reinem Fotoamateur ist das ja egal. Der Fokussierring ist schön breit und dabei sehr stark und tief geriffelt. Er scheint aus einer Art Hartgummi zu bestehen, also so fühlt es sich an. Nicht so ein dünner Gummiüberzug, wie bei wohl fast allen anderen Herstellern, sondern merklich dicker. Sehr sehr angenehm, wirklich. Und überaus zuversichtlich stimmend, daß man daran lange lange Freude haben wird. Verschleiß in Form von Dehnung oder Ausdünnung, wie man es nach Jahren intensiver Nutzung manchmal an den Objektiven hat, kann ich mir bei ihm derzeit gar nicht vorstellen.

Der einzige Schalter schaltet von AF auf MF und geht relativ gut, weder zu leicht noch zu schwer. Relativ - weil er wenig erhaben und daher etwas fummelig zu bedienen ist. Den einzigen und belegbaren, runden und gummiert/abgedichteten Taster, werde ich auch an diesem Glas wohl eher nicht brauchen. 

Die Firmware wird in der Kamera als Version "1" angezeigt. Schaut man bei Samyang nach, sieht man, daß es noch keine andere Version gibt. Evtl. werde ich nach der Registrierung zukünftig irgendwann zu einem Update benachrichtigt, denn für das Schwestermodell AF 14-24mm 2.8 steht dort die Version "2" zum Download, man pflegt also die Firmwares. Letzteres steht bei mir übrigens nicht zur Debatte, denn das wäre mir wieder so weitwinkelig, daß ich es als Spezialobjektiv kaum einmal verwenden würde. Mir genügen meine zwei Tamron 17-50mm f4 und 20-40mm f2.8 vollends.

Der AF ist sehr leise, also eher unhörbar zu nennen, wobei das ja auch immer individuell wahrgenommen wird. Für mich ist er so leise, daß ich ihn für unhörbar halte. Und er ist schnell. Ob er so schnell (oder langsam) wie beim Tamron 28-75mm ist, muß ich demnächst erstmal beobachten. Aber er ist leise, schnell und akkurat. Und vor Allem der Augen AF ging vorhin sowohl an der A7C II, als auch an der A7 IV bei der Anvisierung eines alten Fotos meiner Oma. Super. Die beiden haben das Glas übrigens beide anstandslos akzeptiert und keine Mucken gemacht. Das ist ja öfters einmal ganz anders und zunächst irgendwelche Firmwareupdates nötig. Version "1" scheint also wirklich up to date und entspricht evtl. Version "2" des 14-24mm.

Hier jetzt aber das Glas wie immer ausführlich in Fotos:

 




Das Objektiv in seiner ganzen Pracht: 

 
Die Deckel, alles sehr gut:

Front und Heckansicht. Beschriftete Maske um die vergütete Frontlinse (laut Samyangs Seite Öl und Wasserabweisend), Metallbajonett in solider Bauweise. Das Objektiv wird auf der internationalen Seite als "weathersealed" beschrieben und mit zahlreichen Dichtungen abgebildet. Tatsächlich fühlt man am Bajonett den Dichtring mehr als, daß man ihn sieht:

Die USB-C Schnittstelle für Updates, der Schalter und der Taster in tadelloser Verarbeitung:



Die Wabenstruktur des Zoomringes und den stark geriffelten Fokusring liebe ich jetzt schon:

An der kompakten A7C II ist es rein haptisch ein klasse Immerdrauf:





Genau so aber auch an der großen A7 IV:




Vergleiche mit dem Tamron 20-40 und 28-75mm 2.8, wobei nicht nur die Größenunterschiede auffallen. Auch die Gummierungen und daß der Zoomring beim Samyang entgegen den beiden Tamron hinten sitzt:



Wenn das Wetter morgen wie versprochen wird, kann ich es mit der A7C II gleich auf einem Weihnachtsmarkt testen, zusammen mit dem auch erst kaum getesteten Tamron 20-40mm 2.8 an der A7 IV. Welcher Weihnachtsmarkt es wird, steht noch nicht ganz fest.

Ciao. 




 

Kommentare