Hallo liebe Fotofreunde.
Die Kamera habe ich letztlich also doch verkauft. Daß es nicht passte, hatte mehrere Gründe. Und wenn ein Modell, eine Herstellerphilosophie oder eine Technik (hier z. B. auch der AF) keine Freude bereitet, dann kann die Kamera selbst so schön sein wie sie will. So käme mir beispielsweise keine Leica M in's Haus, weil ich Meßsucher, bzw. deren Arbeitsweise einfach mag.
Bei der X-E5 lag es zuallererst am AF. Nicht, daß der besonders schlecht wäre, aber er liegt deutlich hinter dem was ich von meinen zwei Sonys (7IV u. 7CII) gewohnt bin. Selbst eine alte A6400 wäre dahingehend besser. Wenn dieser an der X-E5 aber allenthalben gelobt wird, wieviel schlechter war er dann in anderen Fujifilm Kameras? Mich erinnert das an meine erste Lumix GX8, die dahingehend gelobt wurde, aber vor Allem bei weniger Licht selbst hinter der billigen Nikon D3300 mit einem AF-P 18-55mm VR lag. Das Armutszeugnis teilte sie sich aber auch mit meiner damaligen Sony A6000...
Dann gleich danach oder eher genau so nervig, dieser Auslöser. Egal ob mit oder ohne Release Button, er ist zu leichtgängig, zu nervös und sowieso deutlich lockerer als die aller meiner Nikon und Sony davor. Sehr oft habe ich gleich Fotos gemacht wenn ich eigentlich noch fokussieren wollte, mit entsprechend Ausschuß. Den On-Hebel davor empfand ich als zu zierlich und zu kurz, Nikon und Sony machen es mal wieder besser vor.
Direkt danach, diese schmalen, tief sitzenden und superfein gerändelten Drehräder vorne und hinten. Was soll das? Zudem lassen die sich auch noch so leicht eindrücken. Ungelogen habe ich jedes mal die Sonys genossen, wenn ich die nach der X-E5 bediente. Was für ein krasser Unterschied. Nochmal zur Erinnerung: Bis auf die Dicke, ist eine Vollformats Sony A7CII sogar etwas kleiner als eine X-E5, die zierlichen Räder können daher am ehesten mit der Dicke, also fehlendem Platz am Body zu tun haben? Mit Handschuhen geht da übrigens fast gar nichts und hinten lagen zwei verschiedene Thumb Grips von JJC genau über dem Rad, was die Bedienung zusätzlich erschwerte. Wenn sie wenigstens grober gerändelt gewesen wären und man sich die Möglichkeit des Eindrückens gespart hätte. Geht bei anderen doch auch und so viel besser?
Noch etwas zur Bedienung. Der Hebel mit mittiger Taste vorne ist so dämlich konstriert, so leicht aus Versehen bedienbar, daß ich eher weniger Verwendetes darauf legte. Die Taste Drive/Delete liegt so nah am Sensor zur Display/Viewer Umschaltung, daß beim Löschen von Fotos sehr oft das Display ausging, mit der linken Hand dann sowieso immer.
Der Sucher war solala, hat weder gefallen noch war er richtig schlecht, sogar mit Brille ganz gut überschaubar, aber doch mindestens eine Klasse schlechter als bei der A7CII.
Abslout rückständig das Kartenfach unten, dicht am Akku. Gelöst wie bei einer billigen Kompaktkamera. Ja, hat eine A6600 z. B. auch, aber dann deutlich besser gestaltet, weil die Klappe um 90° gedreht rechts angeschlagen ist und mit Platz, wegen den dicken Akkus. War das an der E5 so schon umständlich (die Karte muß direkt hinter dem aufgeklappten Deckel hervorgekramt werden), wurde es mit einem Halfcase nochmals nerviger:
Die Klappe um 90° gedreht, dadurch Karte frei zugänglich, meine damalige Sony A6600:Aber warum einfach, wenn es auch kompliziert geht?
Dann die Bildqualität. Ja, es gibt diese Filmsimulationen / "Reciepts". Aber mal ehrlich langweilt das irgendwann auch mal. Außerdem hatte ich mir erst vor wenigen Jahren angewöhnt, eben nicht mehr ausschließlich in JPEG zu fotografieren und mich deswegen nicht in die mir zu komplizierten Photoshop und Lightroom, sondern in DxO PhotoLab eingeabrbeitet. Dort habe ich meinen Flow, aber das dann bloß mit RAW Dateien und die preisgekrönte, Ki basierte, Entrauschung funktioniert ja nicht mit JPEG!
Man merkt also wohl deutlich, Fujifilm und ich, das war mal gar nichts. Ich kenne die Modelle jetzt nicht gut genug, ob es gewaltige Unterschiede gäbe, also ob ich mit einer X-T etwa besser beraten wäre. Aber zumindest der letzte Punkt bliebe dann ja.
Je weiter ich darüber nachdenke, desto mehr bereue ich den Verkauf meiner A6700, oder noch mehr der A6600, die zierlicher als diese war und als einziges Manko das alte Menue aufweist. Denn der fehlende Ki - AF interessierte mich damals nicht, der war supergut auf dem gleichen Niveau einer A6400 und mit dem Real Tracking der A9 gesegnet. Von daher genau so gut wie der in der 6700. Ich denke nicht wirklich über eine 6600 als kleinste Immerdabei nach, weil mir das flache 16-50mm Powerzoom absolut nicht gefällt und jedes andere Zoom die Kamera größer macht. Aber wer weiß?
Ciao.


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