Burg Thurant, Alken/Mosel. Mit der Sony A7II und dem LK Samyang 24-60mm 2.8 Schneider-Kreuznach.

Hallo zusammen.

Letzte Woche war wieder ein Tag wo ich zusammen mit meiner Frau frei hatte, also sind wir spontan zu der Burg gefahren, die uns vor Längerem schon einmal beeindruckt hatte. Die sehr schöne Burg Thurant. Der Eintritt kostet gerade mal 5,- Euro und ist jeden Cent wert, denn es gibt sehr viele Ecken zu entdecken und die halb erhaltene und halb verfallene Anlage bietet viele verwinkelte Bereiche. Es empfiehlt sich aber ein Besuch unter der Woche, denn Parkplätze sind mangels Platz sehr rar und der Weg dorthin so schmal, daß man auch da nicht parken kann.

Da ich die Tage erst eine kleine Hommage an die A7II postete, wollte ich genau diese mitnehmen und als Gläser wanderten das LK Samyang 24-60mm 2.8, sowie das (nicht verwendete) MeiKe AF 35mm f/2 in die Fototasche. Das MeiKe verwendete ich nur nicht, weil es keine so dunklen Räume gab, als daß es einer lichtstarken Festbrennweite bedurft hätte. Die 2.8 des Samyang reichten völlig.

Bei einer Pause auf der Hinfahrt bemerkte ich aber leider ein Phänomen, das ich so noch nicht kannte. Bei mehreren Fotos am Moselufer war das Bild im Sucher und probeweise im Display absolut scharf, das fertige Bild dann aber total unscharf. Später auch ein paar mal auf der Burg. Also nicht nur nicht richtig fokussiert, sondern gar nicht fokussiert. Das kann ich mir nur mit einer Inkompatibilität das neuen Samyang mit der alten Sony speziell in Verbindung mit dem IBIS erklären. Leider kam ich vor Ort nicht darauf, diesen einfach mal abzuschalten um ihn als Fehlerquelle auszuschließen, konnte den Fehler allerdings durch leichtes abblenden auf f/4 stark reduzieren, so daß mit dieser Blende kaum noch auftrat. Auch schien er bei AF-C und verriegeltem AF Punkt aufzutreten, nicht aber bei AF-S, oder da viel seltener. Die nächste Verwendung der A7II wird auf jeden Fall mit dem Tamron 28-75mm erster oder zweiter Generation (G2) erfolgen, um zu eruieren, ob es sich wirklich um eine Inkopatibilität mit dem Schneider-Kreuznach handelt. Beide, also sowohl Objektiv, als auch die Kamera, sind übrigens mit der jeweils letzten Firmware versehen.

Festellen kann ich bisher jedenfalls, daß es diese Phänomen weder mit der (verkauften) A7IV, noch bisher mit den A7C und A7CII in Verbindung mit dem Samyang gab und von daher derzeit alles auf eine erwähnte Inkompalibität zwischen dem Samyang 24-60mm zur Sony A7II hindeute, zumindest offenblendig, mit eingeschaltetem IBIS und in AF-C mit  "AF-Verriegelung: Flexible Spot S". Im Gegenteil habe ich das Glas ja mit allen anderen Kameras, außer der A7II sehr erfolgreich verwendet, gerade auch fast immer offenblendig und immer in AF-C mit Real Live Tracking.

Leider habe ich gestern Abend aus Frust alle so unscharfen Fotos gelöscht und kann das bis auf ein einziges Foto nicht mehr zeigen. Das hatte ich übersehen und kann damit demonstrieren was ich meine.

Mit anderem Bild erklärt sich etwa das was ich bis zur Auslösung auf Display oder Sucher sah:

Und dann katastrophal das, was mir die Kamera auspuckte:

Genau so hatte ich, immer offen und immer in AF-C dieses Phänomen, daß mir bei einer Anzahl an Aufnahmen ein kristallklares und scharfes Bild angezeigt wurde und direkt nach Auslösung dann diese extreme Unschärfe präsentiert wurde. Gut, man wird sehen wie die A7II wie erwähnt demnächst mit den zwei Tamron performt. Wobei es ja bisher weder mit dem Tamron 28-75mm G , noch mit dem Tamron 17-50mm f/4, oder dem Tamron 28-200mm irgendwelche Probleme, außer dem eher langsameren AF der Kamera in AF-C gab, der in AF-S merklich besser funktioniert. Andersrum hat das Samyang aber klaglos mit der A7IV, 7C und 7CII funktioniert, so daß es wohl wirklich an der Kimbi A7II / Samyang 24-60mm liegen müßte. Sollte es sich bewahrheiten, wird die A7II nur noch mit den anderen Gläsern betrieben, bekommt sie das Tamron 28-75mm erster Version quasi als Immerdrauf, während das Samyang als Standardglas an meine kompakteste Kamera kommt, die A7C.

Hier aber jetzt die Fotos die in Ordnung sind und von der Kombi stammen:

Pause am Moselufer in Alken: 



Der Weg zur Burg:








Unheimlich viele Eidechsen unterwegs:



Wie in Transsilvanien:











Burgkapelle:



Manche Bereiche wirken mediterran, weil die Burg wiederaugebaut und verändert wurde:


Weinkeller:









Geschütz:

Abbort:
Eidechse:


Blick auf Alken:
Bewachsene Burgmauern:



Nicht zugängliches Zimmer:





Burghof:



Armbrustgeschütz:
Die Schwerter liesen sich leider nur so fotografieren:
Kleiner Saal in Turm:




Blick durch eine Schießscharte auf Alken:
Rostiger Ritter:
Leider auch nicht zugänglicher Raum:


Weg zu einem der Bergfriede (Türme) den meine Knie aber nicht bewältigen konnten:

Total verwinkelt:




Der Ausgang:

Burg Thurant lohnt sich auf jeden Fall. Im Kiosk bekommt man übrigens günstig einen guten Kaffe und klasse Kuchen, welche man im Kiosk, oder draußen in Sitznischen an der Burgmauer, genießen kann. Wenn man nicht gerade in den Ferien oder Wochenends dort ist, sollte man auch gut parken können und hat mehr oder weniger seine Ruhe bei der Besichtigung.

Ciao.
 

 

 

 

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