Mein Sigma 16-300mm F3.5-6.7 DC OS Contemporary ist da (Nachtrag v. 13.08. u. 09.09.2026).

Hallo allerseits.

Es hat leider ein paar Tage länger gedauert bis ich das Glas vorstellen kann. Erstens ist es leider spät zur Post bzw. Packstation gegangen. Zweitens gab es zunächst Unklarheiten bezüglich einer im Angebot versprochenen 5jährigen Garantie. Letztlich stellte sich heraus, daß es keine Garantie über Sigma selbst ist (die auch bloß max. 3 Jahre bieten), sondern über KameraExpress in einer Sonderaktion für verschiedene Kameras und Gläser. Eine spezielle Hausgarantie also. Der Verkäufer sicherte mir zu, daß die (nicht übertragbare) Garantie im Falle eines Falles dann über ihn abgewickelt wird. Das wollte ich erst abgeklärt haben, sonst hätte ich den Kauf rückgängig machen wollen.

Das Objektiv ist nicht ganz so im Neuzustand wie versprochen, es hat schon die eine oder andere Gebruchsspur am anscheinend empfindlichen Body. Das ist nicht weiter schlimm, Hauptsache die Gläser sind astrein und die Funktion gegeben. 

Im Übrigen verstehe ich aber nicht, warum sich Tamron und Sigma so schwer tun, da mal einfach nur unempfindliche Oberflächen anzubieten. Das schaffen Sony mit G und GM Gläsern sowie Nikon mit einigen AF-S und Z Gläsern doch auch? Das im Kit günstige AF-S 24-85mm VR damals hatte diese raue Oberfläche, die dermaßen robust war, die hatte ich ähnlich zum Beispiel auch am Sony 16-55 oder 24-105mm. Bei Tamron und Sigma zieht sich das hingegen wie ein roter Faden durch die Modellreihen, daß es kratzempfindliche Oberflächen gibt, bis hin zu im Alter klebenden, und/oder sich ablösenden Beschichtungen. Leute was soll das?

Na gut. Das Glas kam in diesem neuen, naturbraun ausschauenden Karton, mit schwarzen Innenverpackungen:




Die Rechnung, auf der (von mir eingerahmt) ganz klein die 5 Jahre Garantie vermerkt sind. Der dort mit angegebene Hoya Filter wurde im Angebot nicht im Lieferumfang erwähnt, aber am Glas montiert mitgegeben:

 

Das doch recht schwere Objektiv:

Leicht vermackt, der stabile Frontdeckel:
Die Gläser und das Bajonett einwandfrei:

Als einziges Bedienelement außer Zoom und Fokusring, der Lock - Schalter:
Das "C" für Contemporary, mit oberflächlichem Abrieb darüber :
Die leicht vermackte Oberfläche vorne:
Ich will da jetzt nicht drauf herumreiten, aber schriftliche Aussagen wie "Das Objektiv wurde nur ein einziges Mal benutzt und befindet sich daher optisch sowie technisch in absolut einwandfreiem Zustand – praktisch wie neu." lassen halt anderes vermuten. Egal, es sind wenige Macken, das Objektiv ist technisch einwandfrei und hat 5 Jahre Garantie, alles gut.

Im Vergleich mit dem Tamron 28-200mm Vollformatsglas zeigt sich anhand der Länge der größere Zoombereich: 

Schon eingefahren ist es von meinen drei Zooms das Längste, das Sigma 20-200 das kürzeste, das Tamron dazwischen:
Ausgefahren ist das Tamron das kürzeste (das Sigma 20-200 mußte ich übrigens hinten wieder abkleben, der Zoom Creep ließ es so im Stand immer wieder einfahren und auch das 16-300mm ist während des Fotografierens etwas eingefahren, wie ich gerade erst bemerkte):
An der nicht gerade kleinen A7R IV ist das Sigma 16-300mm tatsächlich ein Brummer:



Vor Allem ausgefahren:
Das kann man im Urlaub oder auf dem Tagestrip aber locker aushalten, das ist für mich wirklich besser, als ein paar Gläser auf einmal in der Fototasche mit mir herum zu schleppen.

Ich bin Vorgestern gleich mal raus und dabei die Zoomstufen durchgegangen. Da es windig war, will ich aber (bis vom letzten Foto) keine Ausschnitte präsentieren, das wäre unfair dem Glas gegenüber:



















Hier dann einmalig mit Ausschnitt:


Und hier sieht man, wie weit man die im Crop Modus noch verbliebenen 26 von 61MP ausschneiden kann (an meiner A7C II würden ja bloß noch knapp 10 ihrer 24MP verbleiben):

So bin ich erstmal zufrieden und gespannt wie sich das Glas bei der ersten Ausfahrt zeigen wird. AF und Stabi zeigten sich schon mal sehr zufriedenstellend.

Ciao.

Nachtrag v. 13.08.2026:

So, ich habe beschlossen, mich spontan doch wieder von dem Sigma Zoom zu trennen. 

Erstens ist es schwerer am Body als mein Sigma 20-200mm. Zweitens habe ich bemerkt, daß es sehr (zu) leicht an der A7R IV angeflanscht wird, fast wiederstandslos. War mir erst eher positiv aufgefallen, aber wenn man das seitlich in's Licht hält sieht man einen minimalen Spalt zwischen den Bajonetten von Kamera und Glas. Auf die A7C II aufgedreht ist alles gut und das geht auch mit dem gewohnten, leichten Wiederstand. Andererseits habe ich dieses Phänomen nur mit diesem Objektiv, bei allen meinen anderen Gläsern an der A7R IV ist alles wie gehabt. Komische Sache. Ich will daher aber lieber das Glas verkaufen, als die Kamera irgendwie auszutauschen.

Und mal ehrlich, das Sigma 20-200mm ist im Vollformat deutlich weiter mit seinen 20mm und zwei Knopfdrücke genügen, um in den Cropmodus zu kommen, in dem ich dann 300mm mit 26MP statt 200 mit 61MP habe. Falls mal nötig. Passt doch auch. Und es ist kompakter, leichter und mit dem einfachen Tubus statt Doppeltubus weniger kopflastig.

Ciao.

Nachtrag v. 09.09.2026:

So, jetzt ist auch die A7R IV gegangen. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Die Tage reifte in mir aber die Erkenntnis, daß 61MP wohl deutlich mehr sind als ich brauche. Die 33MP meiner A7C II und selbst die 24MP der A7C reichen ja doch allermeistens aus. Dazu kam an einem Tag in Cochem / Mosel die weitere Erkenntnis, daß die A7R IV zumindest zusammen mit der A7C II in der Fototasche mehr Gewicht sind als man nötigerweise schleppen müßte. Da fühlen sich die beiden C Kameras zusammen doch ein paar Gramm weniger fett an. Wer sich gerade fragt warum man denn auch zwei Kameras mitschleppen muß: Muß man ja auch nicht, aber geschickt bestückt braucht man kein Glas wechseln und ist trotzdem für vieles gerüstet. Beispiel: A7C II mit dem Tamron 28-200mm, zusätzlich die A7C mit dem Tamron 17-50mm f4. Oder Abends die A7C II mit dem Samyang 24-60 2.8, bzw. Tamron 28-75mm 2.8 und für noch weniger Licht die A7C mit dem Rollei AF 24 oder 35mm 1.8 und man ist auch bei wenig Licht unterwegs, ohne ein Glas wechseln zu müssen. Da ich neulich erst den Sensor der A7C II reinigen mußte, ist mir das schon recht wichtig.

Egal wieso, ging die A7R IV schon am nächsten Tag für gutes Geld weg. Derzeit beschränke ich mich auf die zwei kleinen Bodies, die A7C ist als schlankere Variante der beiden zudem prädestiniert für das kleine Sony FE 28-60mm, als quasi Immerdabei - Manteltaschenkamera. Ob nochmals ein großer Sony Body kommt (obwohl die ja immer noch kompakter als entsprechende Nikon und Canon sind), weiß ich noch nicht. Die besseren Sucher und Griffe dieser 7'er sind ja immer verlockend. In jedem Fall dann aber ein Modell für die reichlich vorhandenen 100'er Akkus, also in keinem Fall eine A7R VI (auch der Auflösung wegen). Da die A7 V seit Monaten da ist, fallen langsam die Preise für die immer noch grandiose IV. Aber wie erwähnt, bin ich derzeit mit den beiden kleinen Bodies sehr zufrieden, wobei die A7C II nie zur Debatte steht. Aprospos, bei den 7C sollte es doch auch langsam mal eine Nachfolgerin geben?

Ciao.
 

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