Sony E PZ 16-50mm alt und neu.

Hallo zusammen.

Nur weil ich (gebraucht natürlich) absolut günstig daran kam, habe ich mir jetzt einfach mal das neuere Sony SEL PZ 16-50mm 3.5-5.6 OSS II besorgt, das Modell mit eben der "II" am Ende der Bezeichnung. Dem Hörensagen nach wurde es in der optischen Leistung verbessert, vor Allem aber wohl im AF. Sony selbst schreibt dazu u. A. folgendes:

"Ein fortschrittlicher Linearmotor und High-Speed-Steuerung erleichtern beim E PZ 16–50 mm F3.5–5.6 OSS II die Aufnahme aktiver Kinder oder Tiere in fotogenen Momenten. Die herausragende Trackingleistung unterstützt die High-Speed-Serienaufnahmen mit 120 BpS12 der leistungsstarken α9 III und Filmaufnahmen in 4K 120p mit hoher Bildwiederholrate.13 Der Fokus ist flüssig, präzise und sehr leise."

Wobei ich mich gerade frage, wer ernsthaft dieses Mini - Platikzoom wohl an einer sauteuren, großen Alpha 9 III verwenden würde? Oder was bringt denn ein flüsterleiser AF bei Video, wenn man des lauten Powerzooms wegen eher kaum zoomen kann? Und ob physisch, also an den Linsen, oder per interner Software (Profil) die Schärfeleistung verbessert wurde, sei dahingestellt und ich denke auch nicht, daß ich das austesten möchte. Da ich sowieso eine eher niedrige Erwartungshaltung an diese Linse habe, ging es mir eher um die rein optischen, äußeren Unterschiede und den AF bei Fotos, denn Video interessiert mich wie bisher gar nicht. Beim ähnlich kleinen, aber optisch doch ungleich besseren FE 28-60mm wäre das eher andersrum. Bei statischen Motiven konnte ich auf die Schnelle jetzt keinen Unterschied beim Af feststellen, der war vorher schon schnell und ist es jetzt eher genau so. Da mag sich in der Praxis evtl. noch der eine oder andere Unterschied ergeben, falls überhaupt bemerkbar.  

Die Optik ist in der Tat anders als beim alten Glas, welches ja immerhin ganze 11 Jahre vorher vorgestellt wurde. Das neue Modell ist von vorne bis hinten aus mattem Kunststoff, womit ich leider auch das Bajonett meine (was ich selbstverständlich vorher wußte) und kommt noch immer ohne Geli, wobei es ja selbst optional kein Exemplar bei Sony zu kaufen gibt, dafür aber etliche Drittanbieter. 

Weil das neue Objektivmodell mit 66 x 31mm jeweils durchaus sichtbar einen Millimeter länger und breiter, aber mit 107 zu 116 Gramm trotzdem leichter ist, gehe ich davon aus, daß die glänzende Oberfläche des alten Exemplares einem dünnen Aluminiumgehäuse oder einer verklebten Alu - Verkleidung über Kunststoff geschuldet ist. Da die "besseren" 6000'er Gehäuse ab der 6300 aber aus Magnesiumlegierungen mit matten Oberflächen bestehen, kommt das neue Glas damit dem optischen Gesamteindruck mit angesetztem Objektiv eher entgegen. Die zwei Modelle A6000 und 6100 mit Kunststoff - Body und feinerer Oberfläche, sollten rein optisch also besser zum alten PZ 16-50mm Modell passen. Letztlich ist das natürlich komplett egal und die Änderungen beim Video AF sind wahrscheinlich wichtiger als irgendwelche Oberflächen. Und gleich vorweg, dieser aus meiner reinen Fotografensicht so unnötige und unsägliche Powerzoom, ist beim neuen Modell leider genau so laut und rappelig wie beim alten und zieht weiterhin unnötig Strom aus den wenigstens großen Akkus der A6600.

Dann will ich die optischen Unterschiede jetzt aber einmal aufzeigen (das erste Foto nahm ich leider erst bei der Entwicklung als unscharf wahr, ich war mit dem ZA 16-70mm wohl immer an der Nahgrenze): 

Die geänderte und vergrößerte Bezeichnung und man sieht gleich die minimal größere Länge. Der Zoomring (wie gehabt "by wire") ist dabei breiter und die grobere Riffelung nicht mehr mittig geteilt, er fasst sich dadurch für mich tatsächlich angenehmer an: 

Auch vorne ist es leicht anders beschriftet (bei gleichen Frontdeckeln) und die minimale, aber sichtbar größere Breite erkennbar. Komisch der gleiche Mindestabstand bei 50mm in mm aber ein etwas anderer in Fuß (0,99 statt 0,98 feet ?):
Die reine Linse samt Blende sieht neu wie alt von vorne eher gleich aus:
Beide Modelle stammen aus Thailand, was mir aber komplett egal ist:
Der Powerzoom - Schalter ist wohl gleich geblieben:
Hinten das Trauerspiel mit dem Plastikbajonett am neues Glas. Ob man die wohl wechseln könnte? 
Da es beim 40,5mm Filtergewinde blieb, kann ich den Alu - Adapter für die eckige Geli ansetzen und diese komplett metallene Geli verschrauben:

Da sie eine matte Oberfläche besitzt, passt das Ganze sogar besser zueinander:



Ich werde weiter die alte Version verwenden, aber das ja aller Wahrscheinlichkeit der besseren ZA 16-70 und E 18-135mm wegen eher selten. Die Version II schenke ich meiner Tochter zur A6400. Vielleicht nehme ich die Kombi bei Gelegenheit nochmals mit in die Firma, um damit in der Pause zu fotografieren. Da ich selbst ja "nur" die eine Sony APS-C A6600 habe, ist mir ein richtiger Test der Gläser einfach zu aufwändig, das möge man mir bitte verzeihen.

Ciao 

 

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