Hallo liebe Leute.
Ein frohes, neues Jahr erstmal. Weihnachten war unter anderen meine Adoptivtochter mit ihrem Ehemann bei uns. Der nette, junge Schwiegersohn hatte eine interessante Kamera mitgebracht, eine nagelneue, schwarze Fujifilm X100VI. Natürlich mußte ich sie erstmal begrabbeln und ausprobieren. Daß sie für mich nicht infrage kam war mir sofort klar bzw. vorher schon, denn Apparate mit festem Objektiv mit nur einer Brennweite gehen bei mir gar nicht. Ich wußte ja aber schon, daß die X-E5 als eine Art X100VI mit der Möglichkeit des ganz normalen Objektvwechsels gesehen wird. Das stimmt wohl nur bedingt, denn da gibt es schon etliche Unterschiede. Wie dem auch sei, die Kamera gefiel mir von der Haptik her, der AF war schnell, der Sucher genau so gut oder schlecht wie in meiner A7CII, also suchte ich nach einer solchen Kamera. Gebraucht geht natürlich noch kaum etwas, bzw. nur knapp unter'm Neupreis. Aber dann wurde ich bei Mundus fündig, wo es einen Kundenrückläufer mit ganzen drei Auslösungen gab, also in Kitverpackung - aber ohne das Fujinon 23mm, zu 1349,- wobei ich dank irgend eines Gutscheines nochmals 50,- Euro sparen konnte und die Kamera samt 24 Monaten Gewährleistung zu 1299,- Euro inkl. Versand bekam. Angemeldet bei Fuji habe ich sie anschließend problemlos, so daß es dort zwei Jahre Garantie gibt? Man wird im Falle eines Falles sehen, denn in der Mundus Rechnung steht leider, daß es ein Rückläufer ist.
Was fasziniert mich an der Kamera? Ganz klar das Aussehen. Sie ist eindeutig kleiner als eine M-Leica, von der CL wahrscheinlich abgesehen. Die letzte Leitz Camera die ich in der Hand hatte war eine M8 vor Jahren und die war schon dicker und breiter. Aber die X-E5 sieht von allen Kameras in diesem Stil derzeit halt am ehesten wie eine aus. Das heißt jetzt aber nicht, daß ich gerne eine Leica hätte. Im Gegenteil mag ich Meßsucher ja gar nicht, weswegen schon meine Canon Model 7 wieder gehen mußte. Aber alleine die Form und das Design haben mich schon allerlei Kameras in dem Stil kaufen lassen, da seien einmal die Olympus E-PL7 und 8, E-P5, Pen F, Lumix L1 und GX80, Fuji X10 genannt und andere. Auch die GX8 hatte ich des Meßsucherstils wegen ja nochmals gekauft, aber auch mit der Festbrennweite fand ich deren Bildqualität nicht ausreichend, vom bescheidenen AF einmal ganz abgesehen. Auch sie hat mich die Tage deswegen schon wieder verlassen.
Die X-E5 ist nun ein anderes Kaliber, denn erstmals kann auch ein AF wenigstens insoweit mithalten daß die Kamera umfänglich Spaß machen kann. Heute habe ich sie so einstellen können, daß sie ähnlich dem Real-Time-Tracking bei Sony agiert, wobei ich allerdings immer leicht eingegraut die ganzen AF-Felder sehe. Sowohl am Display als auch im Sucher. Aber erstmal egal, solange das Tracking jetzt geht. Und die Auflösung des APS-C Sensors von 40MP ist auch der Hit. Wobei ich da natürlich erstmal sehen muß wie es bei High ISO ausschaut, was aber wohl auch wirklich sehr gut sein soll.
Vorab bei Amazon bestellt hatte ich schon mal ein ledernes, schwarzes Half Case mit ausgeprägtem Griffwulst von SmallRig, denn schon die X100VI lies erahnen, daß die Kamera eher zu flach ist.
Nun, auf Silvester kam die Kamera dann an. Die Verpackung ganz unspektakulär und ohne Ladegerät. Und selbstverständlich ohne das Fujinon XF 23mm f2.8 R WR:
Die Kamera dann im schönen Meßsucherlook, aber mit leichter Griffwulst:Schon angebracht habe ich die Splintringe mit Lederschutz von SmallRig, wobei ich den beiliegenden Textil-Gurt nicht verwenden werde, sondern eine Handschlaufe bestellte:Der Sucher ist größer als es scheint und entspricht, wie auch das Display, eher dem meiner Sony A7CII:Hier allerdings ein Klapp-, statt Schwenkdisplay, das man wie bei meiner ehemaligen Olympus E-PL8 nach vorne klappen kann. Letzteres brauche ich ja nicht, aber da sie in der optischen Achse liegen, waren mir Klappdisplays schon immer sehr viel lieber als die Schwenkteile:
Die drei Schnittstellen, die ich wohl auch wieder nie nehmen werde, denn ein Ladegerät habe ich und den Rest verwende ich mangels Videogebrauch nicht:Die Unterseite ist spartanisch einfach gehalten und gerade der glatten Flächen wegen, habe ich ein Half Case gekauft, denn die Kamera soll nicht nach wenigen Monaten schon wie nach einer Dekade Gebrauch ausschauen. Links das Akku- und Kartenfach, mittig das Stativgewinde, rechts eine Taste für Bluetoothverbindungen. Wie auch die Kopfplatte, soll die Bodenplatte übrigens aus einem Stück Aluminium gefräst und eloxiert sein. Mittig gibt es Aluteile und Kunststoff im Body. Die Kamera ist übrigens nicht als wetterfest ausgewiesen, also obacht:
Was man auf den ersten Blick für ein Sucherfenster halten könnte, ist bloß eine LED - Leuchte, die aber sozusagen stilecht umgesetzt wurde:Links das vordere Drehrad, das genau wie das hintere leider sehr leicht geht und auch noch ab Werk mit der ISO Einstellung belegt ist, so daß ich anfangs ständig in unmöglichen ISO Regionen war bis ich es auf die Blendeneinstellung umbelegte. Rechts davon eine Hebelkombi samt mittigem Druckknopf, wobei der Hebel mit einem geradezu unmöglichen Digitalzoom belegt war :-o. Ich habe jetzt zwar alles anders belegt, habe aber gerade nicht im Kopf womit. Jedenfalls mit für mich sinnvollerem: Das Zeitenrad links geht, wie auch das mir wichtige Belichtungskorrekturrad, etwas zu leicht, das können Nikon und Sony besser. Der ON - Schalter ist deutlich zu kurz geraten und so eher fummelig, vor Allem wenn darüber ein Release Butten eingeschraubt wird. Mittig darin nämlich der wenig feinfühlige und wackelige Auslöser. Dahingehend ist bei mir Nikon übrigens immer noch der König, auch vor Sony. Deren Auslöser sind absolut klasse. Oben rechts eine (nicht mal als FN Taste benannte) FN Taste, derzeit mit Gesichtserkennung ein/aus belegt:Für Fuji Fans wohl ein Highlight: Ein Wahlrad samt Sichtfenster für die bekannten Fuji Bildstile. Da ich mit drr Zeit eher RAW Fan wurde, haut mich das nicht vom Hocker, aber vielleicht kommt das ja noch. Das hat die X100VI jedenfalls nicht:Der Sucher übrigens, kommt Brillenträgern der flachen Augenmuschel wegen im wahrsten Sinne des Wortes sehr entgegen, schützt aber nicht vor einfallendem seitlichen Sonnenlicht. Man wird sehen. Bisher gibt es keine Probleme, er ist hell, scharf und auch mit Gleitsichtbrille gut einsehbar. Rechts darunter der Annäherungssensor zur Umschaltung Sucher/Display. Dann der Taster für Einzelbild etc. (und Bildlöschung), die Playtaste und die AEL/AFL Taste:Sehr klassisch aussehend und an ungewohnter, aber so sehr gut erreichbarer Stelle, die Dioptrieneinstellung für den Sucher:Die Bluetooth - Taste am Boden. Ich habe noch keine Ahnung was die Löcher darüber beherbergen:Auch an ungewohnter Stelle, aber sehr schön bedienbar, der schön almodisch wirkende Schiebeschalter für die AF Modi und MF:Die Oberseite wirkt Leicamäßig aufgeräumt, obwohl aktuelle Leicas doch wohl noch spartanischer daherkommen. Mir fehlt übrigens das doch so schöne Fujifilm Logo, das noch die X100VI ziert:
Als erstes Glas zur Kamera habe ich mir das angeblich beste Kit - Zoom gebraucht gekauft, das Fujinon EBC XF 18-55mm 1:2.8-4 R LM OIS. Also ein stabilisiertes Glas zur stabilisierten Kamera:
Es ist wirklich kompakt und passt so auch super zu dieser so klassisch ausschauenden Kamera wie ich finde:
Aprospos klassisch. Es ist natürlich eine reine Geschmackssache, aber einen üblichen L-Winkel mit Grifferweiterung wollte ich an dieser Kamera nicht haben. Von SmallRig gibt es aber das wunderschöne Half Case aus schwarzem Leder. Das passt wie angegossen und erweitert den Griff nicht nur klasse nach vorne, sondern lässt ihn dank des Leders auch besser halten:
Die Kamera dankt es mit sehr gutem Aussehen und sehr guter Griffigkeit. Der Nikongelbe Release Button stammt noch von meiner seligen Nikon EL2 und wartet auf bereits bestellten, schwarzen Ersatz:
Ein kurzer Vergleich mit der A7CII zeigt, daß die eigentlich bloß dicker ist und einen größeren Griff besitzt, unter dem aber auch ein größerer Akku sitzt:
Derzeit warte ich noch auf einen Thumb Rest von JJC über AliExpress, die Handschlaufe über Amazon, zwei Akkus von K&F Concept über Ebay. Und als einzige Festbrennweite habe ich ein gebrauchtes und neuwertiges Viltrox AF 23mm 1.4 in schwarz erworben, sowie eine eckige Metall Geli, auch von Viltrox und genau dafür. Und noch ein paar Kleinteile.
Mit Blitzgeräten sieht es mau aus bei Fuji, wenn es klein sein soll, man aber einen schwenkbaren Reflektor zum indirekten Blitzen will. Zwei als Fuji verkaufte sind offensichtliche und ältere Sunpak - Modelle und sowieso zu groß für die Kamera. Also behelfe ich mir erstmal mit einem Godox TT350, den ich so ja auch mal für Sony hatte und daher weiß wie klein er ist.
Demnächst also ein paar Meldungen zu diesem Zubehör und immer wieder auch mal etwas zur Kamera, die ich ja noch länger kennenlernen muß, bzw. den Fujianteil der Bedienung.
Ciao





































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